Einer meiner früheren Traum Stämme schlechthin. Als ich erstmals Bilder von diesem Stamm 2017 sah war ich wie elektrisiert und zwangsläufig kam das „Will Haben“ Verlangen auf. Seitdem sind knapp 3 Jahre vergangen. 2018 wärend meines Besuches der italienischen Medaka Show in Lucca bekam ich dann ein junges Paar von Roberto Pellegrini verkauft! Da die Saison ja mehr oder weniger zu Ende war musste ich einen Winter warten bis es dann aber auch erst recht spät ersten Nachwuchs gab. Also eine recht lange Geduldsprobe. Wie auch bei diversen Akari Stämmen zeigt sich der „Yozakura“ Stamm farblich sehr variabel. Von hellen Tieren bis dunklen Tieren, sowie geringen Lame Anteil bis echte Glitzer Wunder ist alles vertreten. Mal schauen was 2020 passieren wird.
Nun es gibt viele Möglichkeiten einen Miniteich auf der Terrasse oder auf dem Balkon zu verwirklichen. Durch den Medaka bietet sich dann auch eine reizvolle Kombinantion an. Hier eine weitere Anleitung für einen sehenswerten Miniteich!
„Tri color“ Stämme sind sehr variabel und man findet sie mittlerweile in unterschiedlichen Farbkombinationen im Hobby. Natürlich auch im deutschsprachigen Raum. Hier Tiere die ich aus dem 2019 Nachwuchs meiner „Tri color lame Miyuki“ rausgesucht habe, da sie teilweise nur sehr wenig Lameanteile haben, was mir bei Ihnen auch sehr gut gefällt!
Nun bei mehrfarbigen Stämmen fallen meist unterschiedliche Farbmorphen die sich kaum oder nur selten zu 100 Prozent stabilisieren lassen. Aber für Medaka Fans die es bunt und abwechslungsreich möchten sicher von Vorteil. Im Hobby findet man „bi color“ auch oft unter der Bezeichnung „Tiger“ die meist in Asien außerhalb Japans Verwendung findet. In Japan wird die Bezeichnung „Tiger“ nicht oder wohl nur ganz selten verwendet!
Der japanische oder auch rote Wasserfloh, im Hobby auch oft nur mit dem Namen „Moina“ zu finden. Er gehört meines Wissens zu den kleinsten Wasserfloh Arten und ist speziell bei Züchtern sehr beliebt. Bei der Zucht des japanischen Wasserflohs Moina macrocopa gelten grundsätzlich ähnliche Bedingungen wie bei den Daphnia-Arten. Bei der Moina-Zucht sind 1 – 10 l Behälter bereits ausreichend, wobei vor allem die „Eimerzucht” sehr ergiebig ist. Größere Behälter bergen eher die Gefahr des Wasserumkippens. Die Zucht läuft optimal, wenn sich die Flöhe die meiste Zeit an der Wasseroberfläche aufhalten und somit ein Sauerstoffdefizit anzeigen. Dieser Sauerstoffmangel ist für eine Massenzucht von Moina aber notwendig.
Moina verträgt kein Frischwasser – bei jeder Wasserzugabe oder bei einem Neuansatz muss sofort gefüttert werden. Eimer von 5 – 10 l (max. 20 l) Inhalt sind vorteilhaft, Glasgefäße eignen sich nicht so gut. 2 – 3 Eimer sind als Zucht – mit unterschiedlichen Ansatzzeiten – dringend anzuraten, da es häufig vorkommt, daß eine gut laufende Zucht innerhalb von 1 – 2 Tagen einfach zusammenbricht.
Kleine Behälter nicht vor vollbesonnte Fenster stellen, vor allem nicht im Sommer, da sich sonst das Wasser zu stark erwärmt. Das Licht von in der Nähe stehenden Aquarien oder indirektes Tageslicht sind völlig ausreichend. Moina sp. vermehren sich bei ca. 25 °C sehr gut. Weniger günstig sind 15 – 18 °C (gebremste Vermehrung) und Temperaturen über 30 °C (Umkippen des Wassers). Vorzugsweise in kleiner Wassermenge aufgeschlämmte Trocken- oder Bäckerhefe, welche tropfenweise dem Zuchtbehälter zugegeben wird, bis eine leichte Trübung eintritt; die Trübung soll / muss (im Gegensatz zu Daphnia sp.) auch noch nach einem Tag sichtbar bestehen, d.h. die Moina müssen ständig im Futter „stehen”. Als Futter dient Hefe, Futteralgen, Preis-Microplan, Artemia-Aufzuchtfutter, Brennnessel- oder Fadenalgenpulver.
Die Zucht ist sehr ergiebig, vor allem bei höheren Temperaturen und wenn 2 mal am Tag gefüttert Hefe, Futteralgen, Preis-Microplan, Artemia-Aufzuchtfutter, Brennnessel- oder Fadenalgenpulver.wird. Für eine gute Zuchtausbeute ist es anscheinend notwendig, daß täglich oder mind. alle 2 Tage der Floh-Überschuß geerntet wird. Bei einem 5 l Eimer-Ansatz kann dies schon nach Tagen, spätestens nach einer Woche notwendig werden.
Japan ist das Hauptverbreitungsgebiet vom japanischen Reisfisch Oryzias latipes und den 2011 neu beschriebenen Oryzias sakaizumii. Die meisten Populationen von latipes sind im südlichen bis mittleren Teil Japans und teilweise dazu gehörigen Inseln zu finden. Im nördlichen Teil von japan werden dieses Populationen nach und nach von Oryzias sakaizumii abgelöst. Und je nachdem wie weit man in den Norden kommt, um so weniger Oryzias Populationen werden es. Dies hat sicher auch mit den Temperaturen im Norden Japans zu tun, da es dort im Winter ebenfalls empfindlich kalt werden kann, und somit ein Überleben des japanischen Reisfisches dort schwierig wird.
Auch mit diesem eher Überraschungs Stamm geht es 2020 weiter. Mittlerweile ist der Nachwuchs vom letzten Jahr geschlechtsreif geworden und wenn man die folgenden Tiere mit den eltern vergleicht (siehe ältere Blog Beiträge), ist von der ursprünglichen Farbmorphe nicht viel übrig geblieben. Das hatte ich ehrlich gesagt auch nicht unbedingt erwartet, wie meine Erfahrungen speziell mit Importen aus Japan oftmals gezeigt haben. Mal schauen was dieses Jahr passiert!
Auch dieses Jahr ist der „Red King“ oder in Japan auch als Koutei oder „Red Emperor“ bekannt, wieder ein Thema bei mir. Auch dieses Jahr gilt als Ziel die Qualität zu verbessern und natürlich auch zu stabilisieren. Letztes Jahr war dieser Stamm recht willig, und ich bin gespannt wie es dieses Jahr läuft. Nicht jedes Jahr verläuft identisch bei den Medaka, das habe ich als erstes gelernt! 😉
Nun das in Japan erscheinende Aquaristik Journal Aqua Life beschäftigt sich bereits seit Jahren auch mit dem Thema Medaka. Teilweise sogar sehr umpfangreich was dem Betrachter verdeutlicht welchen Stellenwert der Medaka in der japanischen Aquaristik hat. Auch die gerade erschienene Ausgabe scheint ein weiteres Heft zu sein, das als Hauptthema den Medaka hat und dort meist die neu im Hobby vorhandenen Medaka Stämme etwas ausführlicher vorstellt!