Am Dienstag bekam ich aus Italien Tiere aus dem Medaka Stamm „White Tiger Lame MP“ von meinem italienischen Freund Franceso Cuccia. Grazie mille Francesco. In dem Sinne kein Neuzugang, da ich bereits Tiere aus diesem Stamm besitze, und etwas frisches Blut nicht schlecht finde.
Der Ein oder andere wird sich sicher fragen für was das „MP“ in der Namensbezeichnung steht. Nun das ist das Namenskürzel für den italienischen Züchter, der diesen Stamm 2015 importiert hat. Sein Name ist Marco Pierrotti. Ich selber habe mit diesem Stamm hier insgesamt 3 Medaka Stämme die als „White Tiger“ bezeichnet werden.
Eigentlich waren die Eier zur Weitergabe bestimmt gewesen, aber die Natur hat mir quasi einen netten Streich gespielt. 2 Jungfische sind vorgestern geschlüpft und damit war das Thema erledigt, da die anderen Eier auch schon recht weit entwickelt waren.
Auch dieses Jahr wächst die Medaka Fangemeinde im deutsch sprachigen Raum stetig weiter an. Speziell aus dem Bereich „Mini Teich“ wächst das interesse an diesem quirrligen Fisch. Die meit gestellten Fragen sind unter anderem
ist der Medaka für Miniteiche geeignet und ab welcher Größe?
wie sieht es mit dem Überwintern aus?
Nun Medaka sind durchaus für Miniteiche mit Einschränkungen geeignet. Medaka sollte man zumindest in einer kleinen Gruppe halten und der Miniteich sollte ein Mindestvolumen von ca. 60 Litern haben. Medaka sind recht schwimmfreudige Fische, speziell in den warmen Jahreszeiten, die auch gleichzeitig zur Laichzeit zählen. Dementsprechend sollte man auf genügend Schwimmraum achten. Man möchte ja auch etwas von den Fischen sehen. Medaka werden ausgewachsen ca. 4 cm groß, alos nicht zu vergleichen mit Goldfischen oder ähnlichen.
Der Medaka oder besser der japanische Reisfisch (Oryzias latipes & sakaizumii) stammt aus Japan und somit aus einer subtropischen Zone. Obwohl sie kurzzeitig auch Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich sowie im hohen 30° C Wassertemperatur verkraften, fühlen sie sich im Bereich über 20 Grad am wohlsten. Da in unseren Breitengraden die Winter doch ab und zu streng sind, ist eine ganzjährige Freilandhaltung nur in seltenen Fällen zu empfehlen, und generell mit einem gewissen Risiko verbunden. Es gibt zwar robuste Zucht Stämme, aber das gilt nicht für alle Medaka Zuchtformen gleichermaßen. Deshalb sollte schon Platz für eine kühlere Überwinterung zur Verfügung stehen.
Bei diesem Stamm handelt es sich was die Tiere betrifft um eine „Bi color“ Farbform. Der Begriff Tiger ist in Japan als solches nicht in Gebrauch, sondern kommt aus HK. Um zumindest eine gewisse Zuordnung zu ermöglichen führe ich natürlich den kommerziellen Namen weiter. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Stämme dieser Farbform. Speziell in Italien hat man den „Black & white Tiger“ Qualitativ weiter entwickelt.
Bisher einer meiner Sorgenkinder bei den Medaka was die Ablage von Eiern betrifft. Es gibt leider solche Stämme. Ich werde mal schauen ob sie eventuell eher in Bodennähe ablaichen als in einem schwimmenden Laichmob.
Alttiere mit Nachzuchten von 2019 sitzen jetzt zusammen. Für die Alttiere dürfte das die letzte Laichsaison sein. Also bleibt zu hoffen dans noch etwas mit Eiern passiert. Der Nachwuchs 2019 braucht noch etwas bis zum ersten Ablaichen!
Aktuell gibt es nichts Neues, aber ich denke einmal das bereits Eier in den Fadenalgen abgelegt wurden. Diese Wildform stellt ihren Jungfischen kaum nach, so das auch bei den adulten Tieren durchaus Jungfische groß werden, wenn ausreichend Futter vorhanden ist.
Hier ein kurzes Video draußen von den Medaka „Shinkai“ oder auch als „Deep sea“ bekannt. Auf dunklen Untergrund sehen sie farblich anders aus, als auf hellem Untergrund (siehe dazu anderen Blog Beitrag“. Die Gruppe war zu diesem Zeitpunkt noch unselektiert, und wie man in dem Video sehen kann, finden sich auch dunkle Tiere darunter. Diese habe ich separiert und werde mit ihnen separat arbeiten, da sie optisch durchaus ansprechend sind!