(Video) Medaka „Ujo tri color“ outdoor 30.07.2019

Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind wenn ich sie betrachte. Einer der ersten Medaka den ich auf Bildern sah war ein Tier aus einer der Ujo Linien, gezüchtet in der Nähe von Osaka bei Herrn Kyofuka. 5 Jahre hat es gedauert bis ich endlich Tiere aus seiner Zucht bekommen habe. Und Gott sei Dank gibt es bereits ein paar Jungfische.

Medaka Zuchtformen mit unterschiedlicher Beflossung!

Beim durchstöbern des Kataloges von Yukio Ooba aus diesem Jahr bin ich auch über Flossenformen gestolpert, die bis jetzt in Europa noch gänzlich unbekannt sind. Hier kennt man eventuell gerade mal den „Long fin“ von Bildern da bisher kaum in Europa zu bekommen. Der Samurai mit der zusätzlichen kleinen Dorsale war mir bereits länger bekannt.
Natürlich steckt das auch in Japan noch in den Anfängen, aber zukünftig eventuell ein interessantes Betätigungsfeld für den ambitionierten Medaka Züchter!

Hikari

Die wohl mittlerweile im internationlen Bereich bekannteste Flossenform Variante. Hier ist das Merkmal die doppelt gespiegelte Rücken (Dorsale)- und Schwanzflosse (Caudale), und der oft eher gedrungen wirkende Körper. Hikari fallen in vielen der bekannten Zuchtlinien aab und zu und wurden dementsprechend speziell in Japan dann auch eigenständig weitergezüchtet. einige Hikari Linien schwimmen auch im deutsch sprachigen Raum.

 

Long Fin

Bei dieser Zuchtform sind die langen Flossen durchaus schon recht ausgewogen und ansehnlich. Aber auch hier gilt sicher das man noch verbessern kann. Erste Linien haben auch schon ihren Weg nach Europa gefunden!

Swallow

Wohl eine Long fin Variante die vereinzelt auch bereits in Europa vorhanden ist. Sicher noch im Anfangsstadium was die Flossenqualität betrifft!

Samurai

Für den Europäer sicher ein ungewohnter Anblick. Hierbei soll es sich um eine natürliche Flossen Mutation handeln, die recht selten vorkommt. Vor der eigentlichen Rückenflosse (Dorsale) befindet sich eine kleine zweite Rücckenflosse. Auch in Japan bisher wohl recht selten, aber sehr beliebt!

Mellor

Auch hier wird der Europäer sicher gespaltener Meinung sein, ob man solche Flossen züchten muss oder sollte. Bei Kampffisch Hochzuchten ist es der sogenannte „Crowntail“ und beim Guppy gibt es mittlerweile die Zuchtform „Merrah“. Auch hier gilt das es züchterisch sicher noch Luft nach oben gibt was die Flossenqualität betrifft. Ob in naher Zukunft Tiere mit diesen Flossen in den deutschsprachigen Raum kommen werden, halte ich persönlich für sehr unwahrscheinlich.

Sintaikei (Hishio)

Was davon nun die richtige Bezeichnung ist konnte ich anhand des Kataloges nicht ermitteln. Das Besondere an dieser Linie ist, das die Tiere fast identische Caudalflossen (doppelt gespiegelt) wie der bei uns bereits bekannte Hikari haben. Aber vom Körper und den restlichen Flossen eher dem normalen Medaka entsprechen. DIe Rückenflosse ist hier wie beim „normalen Medaka“ nur einfach vorhanden und nicht wie beim Hikari breiter ausfallend!

Hirenaga

Schwer für mich zu beschreiben was diese Flossenvariante ausmacht. Hat Einiges vom Longfin aber ich vermute mal das besondere Merkmal ist der aus der Schwanzflosse (Caudale) in der Mitte verlängerte Flossenstrahl.

 

Raijin

Hier wird es sicher die meisten Diskussionen geben, ob so etwas Sinn macht und gefällt. Zum Teil scheinen Flossen nur noch minimal vorhanden zu sein, und die Frage besteht, ob diese Fische überhaupt noch normal schwimmen können, da gewisse Flossenbereiche auf ein minimum reduziert sind. Ich persönlich lehne es ab!

(Video) Medaka „Ujo tri color“ outdoor 09.06.2019

Lange habe ich darauf warten müssen. Seit Stuttgart schwimmen Tiere aus Japan bei mir. Bitte Daumen drücken das es bald mit Nachwuchs klappt. Habe sie 1 Woche lang unter Beobachtung gehalten, nachdem mir leider bereits in Stuttgart 2 Tiere verstorben waren. Aber das vorbereitete Wasser hat zumindest die Eingewöhnung und Anpassung an mein Leitungswasser wohl begünstigt.

Medaka „Goshiki“

Diese Linie fasziniert mich seitdem ich erste Bilder von ihnen sah. In Japan anscheinend auch nicht weit verbreitet fanden erste Tiere 2017 Ihren Weg unter anderem nach Deutschland. Der damalige Züchter hat wohl leider die Medaka Zucht aufgegeben, und hatte anscheinend speziell bei dieser Linie auch mit Rückschlägen zu kämpfen. Urpsrünglich wurde diese Linie von Herrn Okamoto gezüchtet, in dem er spezielle japanische Linien über meherere Generationen miteinander kreuzte. Besonderes Merkmal ist der fast schwarze Körper und die gelbe bis rote Färbung in den Flossen und bei Varianten auch im Kopfbereich. Hier wird in zwei Qualitäts Stufen unterschieden. Grade R (Top Qualität) und Grade B. Die hier gezeigten Bilder stammen aus einem japanischen Aquaristik Magazin von 2018, das sich auch sehr mit dem Medaka beschäftigt! Natürlich wwäre es wünschenswert wenn es Tiere dieser Linie wieder nach Europa schaffen würden.

Medaka „Black tainaikou hyakushiki“

Nun lange Zeit ein kleiner Traum für mich, der dann letztes Jahr Dank meines italienischen Freundes Gianluca S, Baronchelli in Erfüllung ging. Irgendwie hat dieser Stamm etwas besonderes und bietet ebenfalls einige Möglichkeiten für Kreuzungen. Leider hat es letztes Jahr nicht mehr mit Eiern geklappt. Deshalb hoffe ich natürlich das es dieses Jahr besser laufen wird.

(Video) Medaka „green light“

Bei der Linie „green light“ aus Japan handelt es sich ebenfalls um einen recht variablen Stamm was die Färbung betrifft. Letztes Jahr wurde diese Linie von Herrn Fumitoshi Mori auf Facebook gezeigt. Diese Linie wurde anscheinend bereits 2016 in Japan von Herrn Kamimura und Frau Sai entwickelt und danach von Herrn Y. Ikeya durch Kreuzung mit Miyuki weiter entwickelt. Aus diesem Grund zeigen auch Nachzuchten teilweise einige Miyuki Merkmale. Die Linie ist außerhalb Japans noch nicht sehr verbreitet. Es wird spannend sein, was bei den nächsten Generationen daraus entstehen wird.

Green light mit Miyuki Merkmalen