(Tip) Medaka im Online Handel

Nun das Thema „Wo bekomme ich Medaka her?“ ist und bleibt ein aktuelles Thema. Die Fangemeinde wächst nicht nur im Aquaristik Bereich sondern auch bei Nicht Aquarianern, die einfach nur Interesse an einem Miniteich oder ähnlichem haben, und diesen eventuell mit Leben füllen wollen. Der Medaka ist immer noch ein recht seltener Zierfisch im Handel. Neben privaten Bezugsmöglichkeiten gibt es auch aktuell noch wenige Gewerbetreibende die Medaka in ihrem Sortiment haben. Friedrich Bitter (Bitter exotics) ist einer der bekannten Namen in der deutschsprachigen Medaka Szene, der sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit dem Medaka beschäftigt und erfolgreich züchtet. Die deutschsprachige Medaka Szene wäre ohne ihn um einige sehr schöne Zuchtformen ärmer, die er im Laufe der Jahre immer wieder auf auf seiner Seite getshrimp.de  (Medaka Online shop) anbietet. Auch ich habe bereits öfters von ihm Tiere bezogen und war immer sehr zu frieden, auch was die Qualität der Tiere betraf.

Aktuell hat er auch wieder einige interessante Stämme und Medaka Pakete im Angebot. Übrigens versendet er auch erfolgreich ins europäische Ausland!

Screenshot von seinem Online Shop Bereich Medaka

Medaka Stämme und Ihre Variabilität

Nun nach einigen Jahren Medaka Haltung wundert mich ehrlich gesagt kaum noch etwas. Viele Stämme (Zuchtlinien) zeigen teilweise sehr viele farbliche Varianten. Dies gilt natürlich speziell für mehrfarbige Stämme, aber auch bei mehr oder weniger einfarbigen „Lame“ Formen. Bei vielen Bildern die man zum Beispiel aus Asien zu sehen bekommt, handelt es sich meist um gewisse Einzeltiere, oder einem geringen Anteil an Nachzucht Tieren aus einer großen Anzahl von Jungfischen. Wir reden hier nicht von Nachzuchten im zweistelligen Bereich sondern teilweise im hohen dreistelligen bis vierstelligen Bereich. Mehr oder weniger stabile Nachzuchten was die Farbe betrifft erzielt man hauptsächlich bei einfarbigen Stämmen.

Speziell in Japan ist die Fangemeinde sehr groß und die Züchter dort stehen teilweise unter enormen Druck durch die Fangemeinde, da immer wieder Neues und eventuell noch spektakulereres erwartet wird. Das geht dann meist natürlich auf Kosten der Stabilität gewisser Stämme. In Japan berichtet zum Beispiel das japanische Aquaristik Magazin „Aqua Life“ ausführlich über den Medaka und neue Zucht Trends. Hier einfach einmal ein Beispiel an Hand von „Green light“.

Green light Varianten auf 5 Seiten im Journal sagt schon einiges ueber die Variabilität gewisser Stämme aus.

(Futter) Video Moina macrocopa – Japanischer Wasserfloh

Der japanische oder auch rote Wasserfloh, im Hobby auch oft nur mit dem Namen „Moina“ zu finden. Er gehört meines Wissens zu den kleinsten Wasserfloh Arten und ist speziell bei Züchtern sehr beliebt. Bei der Zucht des japanischen Wasserflohs Moina macrocopa gelten grundsätzlich ähnliche Bedingungen wie bei den Daphnia-Arten. Bei der Moina-Zucht sind 1 – 10 l Behälter bereits ausreichend, wobei vor allem die „Eimerzucht” sehr ergiebig ist. Größere Behälter bergen eher die Gefahr des Wasserumkippens. Die Zucht läuft optimal, wenn sich die Flöhe die meiste Zeit an der Wasseroberfläche aufhalten und somit ein Sauerstoffdefizit anzeigen. Dieser Sauerstoffmangel ist für eine Massenzucht von Moina aber notwendig.

Moina verträgt kein Frischwasser – bei jeder Wasserzugabe oder bei einem Neuansatz muss sofort gefüttert werden. Eimer von 5 – 10 l (max. 20 l) Inhalt sind vorteilhaft, Glasgefäße eignen sich nicht so gut. 2 – 3 Eimer sind als Zucht – mit unterschiedlichen Ansatzzeiten – dringend anzuraten, da es häufig vorkommt, daß eine gut laufende Zucht innerhalb von 1 – 2 Tagen einfach zusammenbricht.

Kleine Behälter nicht vor vollbesonnte Fenster stellen, vor allem nicht im Sommer, da sich sonst das Wasser zu stark erwärmt. Das Licht von in der Nähe stehenden Aquarien oder indirektes Tageslicht sind völlig ausreichend. Moina sp. vermehren sich bei ca. 25 °C sehr gut. Weniger günstig sind 15 – 18 °C (gebremste Vermehrung) und Temperaturen über 30 °C (Umkippen des Wassers). Vorzugsweise in kleiner Wassermenge aufgeschlämmte Trocken- oder Bäckerhefe, welche tropfenweise dem Zuchtbehälter zugegeben wird, bis eine leichte Trübung eintritt; die Trübung soll / muss (im Gegensatz zu Daphnia sp.) auch noch nach einem Tag sichtbar bestehen, d.h. die Moina müssen ständig im Futter „stehen”.  Als Futter dient Hefe, Futteralgen, Preis-Microplan, Artemia-Aufzuchtfutter, Brennnessel- oder Fadenalgenpulver.

Die Zucht ist sehr ergiebig, vor allem bei höheren Temperaturen und wenn 2 mal am Tag gefüttert Hefe, Futteralgen, Preis-Microplan, Artemia-Aufzuchtfutter, Brennnessel- oder Fadenalgenpulver.wird. Für eine gute Zuchtausbeute ist es anscheinend notwendig, daß täglich oder mind. alle 2 Tage der Floh-Überschuß geerntet wird. Bei einem 5 l Eimer-Ansatz kann dies schon nach Tagen, spätestens nach einer Woche notwendig werden.

Verbreitung von Oryzias latipes & sakaizumii in Japan

Japan ist das Hauptverbreitungsgebiet vom japanischen Reisfisch Oryzias latipes und den 2011 neu beschriebenen Oryzias sakaizumii. Die meisten Populationen von latipes sind im südlichen bis mittleren Teil Japans und teilweise dazu gehörigen Inseln zu finden. Im nördlichen Teil von japan werden dieses Populationen nach und nach von Oryzias sakaizumii abgelöst. Und je nachdem wie weit man in den Norden kommt, um so weniger Oryzias Populationen werden es. Dies hat sicher auch mit den Temperaturen im Norden Japans zu tun, da es dort im Winter ebenfalls empfindlich kalt werden kann, und somit ein Überleben des japanischen Reisfisches dort schwierig wird.

(Video) Lebendfutter Kultur – Rädertierchen (Pantoffeltierchen)

Rädertierchen sind ein gut geeignetes Erstfutter für sehr kleine Jungfische wie das z.B. bei Medaka der Fall ist. Sie lassen sich ohne großen Aufwand züchten. Zum Anfang wird eine Kultur in einem Glasgefäß ab 0,5 Liter Wasser gegeben. Als Futter dient eine sehr kleine Menge fettreicher Kaffesahne (10% Fettgehalt). Diese gibt man Tröpfchenweise ins Wasser hinein, bis es leicht weislich aussieht. Meist reichen je nach Volumen 1 bis 2 Tropfen aus. Die Kaffeesahne erzeugt ein rasante Vermehrung von Bakterien welche wiederum von den Tierchen gefressen werden. Nach kurzer Zeit wird das Wasser wieder klarer und es sind größere Mengen von Rädertierchen zu erkennen. Nun werden diese einfach mit dem Wasser zur Verfütterung in die entsprechenden Aquarien gegossen.

Als Wasser hat sich weiches Wasser oder Quellwasser bewährt. Es funktioniert auch eingeschränkt mit härterem Leitungswasser, was allerdings vorher abgestanden sein sollte. Normale Raumtemperatur (21° – 25° C) reicht aus und eine Lichtquelle dazu. Natürlich gibt es auch andere Vorgehensweisen die erfolgreich sein können.