(Lebendfutter) Medaka Aufzucht Futter – amerikanische Dauerinfusorien

Diese Rädertierchen Art habe ich schon lange in meinem Bestand. Besonderheit bei dieser Art ist der Umstand, das sie sich anscheinend nicht wie ander Milch Rädertierchen direkt von der Milchzugabe ernähren sondern vom Milchpilz der sich auf dem Bodengrund des Gefässes bildet. Sollte man einmal kein Bedarf an diesen Infusorien haben kann man den oder die Behälter abgedunkelt aufbewahren und bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit wieder reaktivieren. Allerdings sollten die Behälter in dieser Zeit nicht zu warm stehen.

Als Milch benutze ich Kaffeesahne in den kleinen Portionsdosen mit einem Fettgehalt von 10%. 1-2 Tropfen reichen meist pro Fütterung. Sobald das Wasser klar ist kann man erneut füttern. Aber Vorsicht das nicht zu viel Milch in die Ansatz Behälter kommt. Außerdem sollte man direkte Sonneneinstrahlung bei den Behältern vermeiden. Eine künstliche Lichtqquelle reicht vollkommen um die Infusorien an die Wasseroberfläche zu bekommen. Hier kann man sie bequem mit einer Pimpette oder Spritze absaugen. Auf jeden Fall ein ideales Erstfutter für frisch geschlüpfte Jungfische.

(Video) Kokosfaserstab als Laichmedium für Medaka 13.06.2019

Auch dieses Jahr kommen unter anderem Kokosfaserstäbe als Laichmedium bei mir zum Einsatz. Bereits letztes Jahr hat das bei den „Hi Medaka“ und „Red King“ prima funktioniert. Dieses Mal habe ich es bei einer Linie verwendet, von der ich bisher noch keinen Nachwuchs habe. Noch vereinzelt, aber durchaus schönes Zwischenergebnis. Also es funktioniert auch 2019. Besorgt hatte ich sie mir in einem Restpostenmarkt (Gartenabteilung). Allerdings sollte man darauf achten das das Material zu 100 Prozent Naturbelassen ist.

 

 

 

 

Der offizielle DKG Medaka Arbeitsgruppen Flyer zum download!

Hier erhaltet Ihr die Möglichkeit Euch den aktuellen Medaka Flyer der DKG Medaka AG als PDF Datei runterzuladen. Dieser wurde in Stuttgart zur 49. internationalen DKG Leistungsschau erstmals präsentiert und fand durchaus reges Interesse. Danke an friedrich Bitter und seine Tochter für das Layout und den Druck. Dieser Flyer wird auch bei der KFN Show zum Einsatz kommen, und darf gerne runtergeladen und verwendet werden!

DKG-Flyer-4

 

(Experiment) Inkubation von Medaka Eiern in Brackwasser

Demnächst starte ich das Experiment der Inkubation und dem Schlupf von Jungfischen in Brackwasser. 12 Gramm Meersalz pro Liter wird die Dosierung im Inkubations Behälter sein. Geplant sind mehrere Behälter mit jeweils nur ein paar Eier für jeden Behälter. Es wird vorab genug Wasser für die verschiedenen Veränderungen und für die ersten Tage nach dem Schlupf vorbereitet. Nach dem Schlupf der Jungfische wird ein paar Tage später dem Aufzuchtbehälter frisches Süsswasser zugefügt, um die Jungfische wieder an Süsswasser zu gewöhnen. und an die in den anderen Aufzuchtbehältern vorhandenen Wasserwerte anzupassen.

Warum das Ganze fragt ihr Euch? Nun ein italienischer Freund hat das bereits erfolgreich praktiziert und um Vergleichswerte gegenüber dem sonst vorgenommenen Inkubationsverfahren zu bekommen. In einer veröffentlichten Studie wurde dieses Verfahren angewendet, mit dem Ergebnis das sich die Jungfische wohl besser entwickelt haben und es bei den Eiern kaum noch zu einem „Verpilzen“ kam.

Eier in unterschiedlichen Zustand

 

 

(Lebendfutter) Milchinfusorien – Rettichtierchen (Spirostomum cf. ambiguum)

Geeignetes Futter für frisch geschlüpfte Jungfische bei den Medaka ist immer wieder ein Thema. Nichts geht über Lebendfutter in den ersten Lebenstagen oder Wochen. Auch nicht beim Medaka, auch wenn diese auch Trockenfutter (Staubfutter) annehmen. Auch gibt es die Vermutung das eine ehre unnatürliche Maulbildung beim Medaka (Entenmaul) eventuell durch falsches Futter in der ersten Zeit hervorgerufen werden könnte. Ob das zutrifft mag dahingestellt sein.

Da frisch geschlüpfte Medaka verhältnismäßig klein sind braucht man geeignetes Lebeendfutter. Da kommen unter anderem sogenannte „Milchinfusorien“ in Betracht, da nicht jedes Microfutter gleich am Anfang ins Maul passt.  Um dies zu vermeiden benötigt man Infusorien (Räder- oder Pantoffeltierchen), oft sind auch Essigälchen oder Mikrowürmer zu gross. Rettichtierchen lassen sich bei Gegenlicht mit bloßem Auge erkennen, und ich kann bisher nur possitives melden. Ich habe den Ansatz auf drei 1,5l Einmachgläser aufgeteilt und mit stillem Wasser (kein Wasser aus der Leitung) aufgefüllt. Gefüttert werden sie mit 10% Kaffeesahne mit einem bis zwei Tropfen je nach Gefäß Grösse. Danach umgerührt bis das Wasser milchig trüb ist. Sobald das Wasser wieder klar ist, wird nachgefüttert. Bis jetzt ist die Vermehrungsrate super und habe dann genug Futter für die frisch geschlüpften Jungfische in der Zukunft!

(Lebendfutter) Artemia persimilis

Schon vor längerer Zeit bin ich im Amazonas Buch über Blauaugen im Kapitel Nachzucht über die Artemia Nauplien der Gattung „Artemia persimilis“ aus Argentinien gestolpert. Da die meisten Blauaugen Larven Kleinstfutter (Infusorien, Rädertierchen etc.) benötigen, steht man da vor dem gleichen Problem wie bei dem Medaka oder manchen Killifisch Arten. Artemia persimilis sollen kleiner sein, als zB. die Artemia aus der San Franzisco Bay (USA), sind dafür leider auch teurer als die handelsüblichen Qualitäts Artemia Eier. Sie vertragen auch kühlere Temperaturen als die sonst auf dem Markt vorhandenen Artemia Eier. Am Samstag habe ich von einem Bekannten ein Probe zugesandt bekommen, und werde sie sobald Bedarf besteht ausprobieren und dann natürlich über meine Erfahrungen berichten.