(Lebendfutter) Medaka Aufzucht Futter – amerikanische Dauerinfusorien

Diese Rädertierchen Art habe ich schon lange in meinem Bestand. Besonderheit bei dieser Art ist der Umstand, das sie sich anscheinend nicht wie ander Milch Rädertierchen direkt von der Milchzugabe ernähren sondern vom Milchpilz der sich auf dem Bodengrund des Gefässes bildet. Sollte man einmal kein Bedarf an diesen Infusorien haben kann man den oder die Behälter abgedunkelt aufbewahren und bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit wieder reaktivieren. Allerdings sollten die Behälter in dieser Zeit nicht zu warm stehen.

Als Milch benutze ich Kaffeesahne in den kleinen Portionsdosen mit einem Fettgehalt von 10%. 1-2 Tropfen reichen meist pro Fütterung. Sobald das Wasser klar ist kann man erneut füttern. Aber Vorsicht das nicht zu viel Milch in die Ansatz Behälter kommt. Außerdem sollte man direkte Sonneneinstrahlung bei den Behältern vermeiden. Eine künstliche Lichtqquelle reicht vollkommen um die Infusorien an die Wasseroberfläche zu bekommen. Hier kann man sie bequem mit einer Pimpette oder Spritze absaugen. Auf jeden Fall ein ideales Erstfutter für frisch geschlüpfte Jungfische.

(Lebendfutter) Milchinfusorien – Rettichtierchen (Spirostomum cf. ambiguum)

Geeignetes Futter für frisch geschlüpfte Jungfische bei den Medaka ist immer wieder ein Thema. Nichts geht über Lebendfutter in den ersten Lebenstagen oder Wochen. Auch nicht beim Medaka, auch wenn diese auch Trockenfutter (Staubfutter) annehmen. Auch gibt es die Vermutung das eine ehre unnatürliche Maulbildung beim Medaka (Entenmaul) eventuell durch falsches Futter in der ersten Zeit hervorgerufen werden könnte. Ob das zutrifft mag dahingestellt sein.

Da frisch geschlüpfte Medaka verhältnismäßig klein sind braucht man geeignetes Lebeendfutter. Da kommen unter anderem sogenannte „Milchinfusorien“ in Betracht, da nicht jedes Microfutter gleich am Anfang ins Maul passt.  Um dies zu vermeiden benötigt man Infusorien (Räder- oder Pantoffeltierchen), oft sind auch Essigälchen oder Mikrowürmer zu gross. Rettichtierchen lassen sich bei Gegenlicht mit bloßem Auge erkennen, und ich kann bisher nur possitives melden. Ich habe den Ansatz auf drei 1,5l Einmachgläser aufgeteilt und mit stillem Wasser (kein Wasser aus der Leitung) aufgefüllt. Gefüttert werden sie mit 10% Kaffeesahne mit einem bis zwei Tropfen je nach Gefäß Grösse. Danach umgerührt bis das Wasser milchig trüb ist. Sobald das Wasser wieder klar ist, wird nachgefüttert. Bis jetzt ist die Vermehrungsrate super und habe dann genug Futter für die frisch geschlüpften Jungfische in der Zukunft!

(Lebendfutter) Artemia persimilis

Schon vor längerer Zeit bin ich im Amazonas Buch über Blauaugen im Kapitel Nachzucht über die Artemia Nauplien der Gattung „Artemia persimilis“ aus Argentinien gestolpert. Da die meisten Blauaugen Larven Kleinstfutter (Infusorien, Rädertierchen etc.) benötigen, steht man da vor dem gleichen Problem wie bei dem Medaka oder manchen Killifisch Arten. Artemia persimilis sollen kleiner sein, als zB. die Artemia aus der San Franzisco Bay (USA), sind dafür leider auch teurer als die handelsüblichen Qualitäts Artemia Eier. Sie vertragen auch kühlere Temperaturen als die sonst auf dem Markt vorhandenen Artemia Eier. Am Samstag habe ich von einem Bekannten ein Probe zugesandt bekommen, und werde sie sobald Bedarf besteht ausprobieren und dann natürlich über meine Erfahrungen berichten.

Projekt Medaka Lebendfutter draußen züchten – Artemia Teil 2

Nun die Tage nach dem ersten Bericht war ich damit beschäftigt das vorbereitete Wasser 2 mal täglich umzurühren. Vor 5 Tagen dann kamen die Artemia Eier (Zysten) in das eingelaufene Becken. das Wasser hatte bereits eine leichte grüne Färbung erreicht. Seitdem ist leider noch nichts passiert. Das hat natürlich mit den doch recht kühlen Temperaturen zu tun. Bisher ist noch nichts geschlüpft! Meine Beschäftigung besteht darin weiterhin das Wasser vorsichtig 2 mal am Tag umzurühren, um Rückstände vom Boden aufzuwirbeln, und dem Wasser wohl auch Sauerstoff zuzuführen.

(Video) Lebendfutter – weisse Mückenlarven

Weisse Mueckenlarven (engl. glasworms) auch Kristallmueckenlarven genannt, sind ein sehr empfehlenswertes Futter. Durch die räuberische Lebensweise (sie ernähren sich von feinstem Zooplanton, wie z.B. von Copepoden und Ruderfusskrebsen)  ist der Gehalt an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren hoch, was Laichansatz und Fortpflanzungsbereitschaft der Fische steigert.

Da die Larven Räuber sind, nutzen sie die Dunkelheit um Kleinkrebse und anderes kleines Zooplankton zu jagen. Sie haben dafür spezielle Kieferwerkzeuge und sind hervorragende Schwimmer, so können sie erfolgreich jagen.

ACHTUNG! Durch ihre räuberische Lebensweise können sie speziell frisch geschlüpften und kleinen Jungfischen gefährlich werden. Deshalb nur bei erwachsenen Medaka oder Tieren die eine gewisse Größe erreicht haben, als Futter verwenden.

Eine unter anderem bewährte Zwischenhälterung speziell für diese Mückenlarve ist Zeitungspapier. Im Kühlschrank halten sie dann durchaus ein paar Tage!