(Tips) Medaka Laichmob aus Schleifvlies

Huete Mittag hatte ich etwas Zeit und habe mir wieder ein paar Laichmobs vorbereitet, damit ich Reserve habe wenn es notwendig ist. Dieses Mal verwendete ich sogenanntes Schleifvlies in feiner Körnung. In Japan findet man das Material als sogenannte „Topfkratzer“. Als Schwimmer verwende ich hier zum Beispiel Schaumstoffröhren die als Schutz für Trampolin Rohre gedacht sind. Einfach das Vlies einschneiden, zusammenrollen und in die Öffnung des Schwimmers drücken. Fertig. Und wie es ausschaut wird es auch außerhalb Japans von den Medaka akzeptiert. Angenehmer Vorteil ist das man abgelegte Eier sofort erkennt und bei Bedarf abstreifen kann.

(Video) Medaka Laichmob Variante mit Tüll

Nun es gibt speziell für den Medaka die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die Weibchen zum ablaichen zu bewegen. Selbst auf den Boden lassen sie Ihre Eier teilweise fallen. Ich bin da sehr experementierfreudig. Nachdem ich bei ein paar japanischen Züchtern gesehen hatte das sie schwarzen Tüllstoff als Ablaichmedium nutzten, wollte ich das auch probieren. Der im Video zu sehende Mob befand sich eine Woche bei 2 Medaka Paaren im Ansatz Kübel, und wie man sieht wurde der Mob ausreichend genutzt! Eine nicht zu teure und leicht umsetzbare Methode für eine Ablaich Hilfe!

(Anfänger Tips) Medaka Laichmob aus Wolle etwas anders!

Nun Laichmobs aus Wolle finden wohl eher im Aquarium Anwendung als draußen, und werden meist bei der Zucht von Killfischen verwendet. Diese Variante hat dann noch den nebeneffekt das sich Weibchen auch mal zurückziehen und verstecken können. Anwendung findet hier natürlich keine Baumwolle sondern synthetische Wolle. Ob man es auch draußen verssuchen möchte bleibt jedem selbst überlassen!

Hier die Schritte Teil 1

  1. Wollfäden um ein Küchenbrett wickeln wie auf Bild 1
  2. In diesen Bund einen Knoten mit Hilfe eines 3-4 fach gelegte Wollfadens
    machen  Bild 2
  3. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Knoten aufschneiden Bild 3
  4. Küchenbrett entnehmen Bild 4
  5. Das Bündel einmal zusammenfalten Bild 5

 

Nächste Schritte

Je nachdem wieiviel man benötigt, besorgt man sich kleine Tontöpfchen für den nächsten Schritt.

  1. Ein Tontöpfchen wei aus Bild 6 nehmen
  2. Hier schlagen wir vorsichtig den Boden heraus Bild 7
  3. Jetzt das gefalltene Wollbündel in das durch das Herrauschlagen des Bodens
    entstandene Loch stecken siehe Bild 8+9+10

 

Am Ende stellt man das Töpfchen mit den Wollmob nach oben in das vorgesehene Zucht Becken. Nachdem die Luft nach und nach entwischen ist, legen siech die Wollfäden wie ein Pilz über das Tontöpfchen, somit haben die Weibchen eine Versteckmäglichkeit und es steht Laichsubstrat zur Verfügung, das leicht herausnehmbar ist. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

(Anfänger Tips) Wasser- oder Sumpf Pflanzen für den Medaka Miniteich

Alle Jahre wieder zur Outdoor Saison Eröffnung fragen sich die Medaka Besitzer oder aus der Miniteich Fraktion welche Bepflanzung sich für Ihren Miniteich oder Kübel eignen. Nun neben Wasserpflanzen (zB. Wasserpest, Hornkraut) kann man auch gut Sumpfpflanzen oder Schwimmpflanzen (zB. Wassernuss) verwenden. Schwer zu bekommen ist meist die Zwerg Seerose. Hier eine kleine Übersicht an Pflanzen die für einen Medaka Miniteich geeignet sein könnten!

ACHTUNG! Viele Pflanzen werden vom Medaka gerne zum Ablaichen verwendet- Spezill bei Pflanzen wie dem Hornkraut oder Nixkraut wird es schwierig Eier zu finden oder gar abzusammeln, da sie schwer zu erkennen sind. Da ist sehr viel geduld gefragt!

  • Kanadische Wasserpest ( Elodea canadensis)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Hornkraut (Ceratophyllum demersum)
  • Quirlblättrige Tausendblatt ( Myriophyllum verticillatum)
  • Fieberklee oder Bitterklee (Menyanthes trifoliata)
  • Herzblättrige Hechtkraut (Pontederia cordata
  • Kleiner Büschelfarn (Salvinia auriculata)
  • ab niedriger zweistelliger Temperatur auch  Nixkraut (Najas guadalupensis)
  • Zwerg Seerose (Nymphaea pygmaea)
  • Wassernuss (Trapa natans)

Beispiel eines Miniteichs mit Zwergseerosen (Nymphaea pygmaea)

Projekt Medaka Lebendfutter draußen züchten – Artemia! Teil 1

Nun die Futterfrage stellt sich für den Medaka eher weniger, da es sich beim japanischen Reisfisch um keinen Futter Spezialisten handelt. Sie fressen Gott sei Dank eigentlich fast alles! Aus Bequemlichkeit oder Mangels Alternativen verfüttert man meist Trockenfutter. Lebendfutter keschern ist in den meisten Regionen Deutschlands vom Gesetzgeber her nicht gestattet, außer man hat die notwendigen Genehmigungen oder kennt jemand mit Teich oder Tümpel, der es gestattet. Lebendfutter zu kaufen und hier speziell Artemia, kann schnell kostspielig werden, oder das Ausbrüten der Nauplien ist nicht so produktiv oder mit technischen Aufwand verbunden.

Einen Versuch mit der Zucht von Artemia draußen auf meinem Balkon hatte ich bereits. Damals nahm ich Artemia Eier aus der Mongolei dafür, aber es wollte nicht so klappen wie erhofft. Nun vor kurzem las ich einen Bericht mit dem Thema „Artemia im Garten züchten“. Dies machte mich neugierig, und so entschloss ich mich es erneut zu versuchen. Also bestellte ich letzte Woche ein Starterpaket, das gestern ankam! Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich machen werde, und was mein Fazit am Ende sein wird. Um Euch teilhaben zu lassen wird es quasi ein Blog Tagebuch geben. Am Ende hoffe ich natürlich ein possitives Feedback geben zu können und eine weitere langfristige Futterquelle für meine Medaka und anderen Fische zu haben.

Paket mit Starter Set

Über solche Starter Sets kann man sicher geteilter Meinung sein. Ob die Kosten es Wert sind muss jeder für sich entscheiden. Es gibt sicherlich diverse Anbieter wo man die Sachen einzeln und vielleicht auch günstiger bekommt, aber das soll hier nicht das Thema sein. Ich habe mich für dieses Paket entschieden da es Artemia franciscana aus deutscher Freilandzucht enthält, und diese wohl auch mit unseren Wetterverhältnissen zu Recht kommen, speziell was auch den Winter betrifft. Neben Werbung und einer ausführlichen Anleitung enthielt das Set 2 kg Meersalz auf die Bedürfnisse der Artemia abgestimmt, 2 Beutelchen Futter für Artemia, sowie ein Beutelchen mit Artemia Eiern (Zysten) von Artemia franciscana.

 

Die 2 kg Mehrsalz sollen für ca. 60 Liter ausreichen. Aber wie in der Anleitung vermerkt, kann man auch ein Aquarium ab 10 Liter oder einen Eimer verwenden. Ich habe mich erst einmal entschieden, einen Versuch mit einem 12 Liter Becken zu machen, das ich draußen auf dem Balkon stehen habe. Vorrangig mit Mittagsonne, die wenn alles klappt zu einem erfolgreichen Schlupf der Nauplien führen soll. Plan ist es natürlich, wenn es so wie erhofft funktioniert, den richtigen Ansatz dann in einem 60 Liter Mörtel Kübel fortzusetzen. Die mitgelieferte Menge an Zysten sollte dafür ausreichen.

Artemia Eier (Zysten)

Erster Schritt war das Leitungswasser wie in der Anleitung beschrieben mit ca. 200 Gramm Meersalz und einer Messerspitze des mitgelieferten Futters anzureichern. Vorgesehen ist den Beckeninhalt 2 mal täglich umzurühren und für 3-5 Tage stehen zu lassen. dann sollten die Voraussetzungen da sein, erste Eier ins  Wasser zu geben. Bis dahin heißt es warten und rühren. Fortsetzung folgt!

Testbecken 12 Liter

Medaka Outdoor Saison – wann geht es los?

Nun die Medaka Fangemeinde wächst und speziell bei Medaka Haltern oder Interessierten ist eine der häufigsten Fragen, ab wann eine Haltung draußen möglich ist, oder ab wann man Medaka von drin nach draußen setzen kann. Das ist natürlich von gewissen Kriterien abhängig.

  • Wie hat man die Fische drin gehalten (Wasser- bzw. Zimmertemperatur)?
  • wie sind die Nacht Temperaturen (konstant unter 10° oder drüber)?
  • sind vorhandene Teiche oder Behälter bereits eingelaufen oder komplett neu eingerichtet?
  • handelt es sich um Jungfische oder bereits größere Tiere?

Generell tendiere ich dazu zu sagen, das die Nacht Temperaturen mindestens im 2 stelligen Bereich beständig liegen sollten. Denn die Luft Temperatur hat ja schließlich auch Auswirkungen auf die jeweilige Wasser Temperatur. Tiere die drin kühl gehalten wurden, sind natürlich leichter an draußen anzupassen als Fische die bei gleichbleibenden Wasser Temperaturen um die 20° Celsius ständig gehalten wurden. Obwohl es bei den Zuchtformen von Oryzias latipes sich um die gleiche Art handelt, sind aus eigener Erfahrung gewisse Linien heikler als andere. Deshlab sollte man sich genau überlegen welche Linie man eventuell frühzeitig raus setzt. Outdoor Behältnisse sollten zumindest einige Tage vorher bereits eingerichtet und mit Wasser befüllt worden sein, und somit ähnlich einem Aquarium eine Einlauf Phase erhalten haben.  Jungfische können beim Umsetzen nach draußen anders reagieren, als zum Beispiel größere oder adulte Tiere.

Die Fische sollten dann vorsichtig und langsam den Verhältnissen draußen angepasst werden. Dieses Jahr ist sicher noch mit der ein oder anderen Frostperiode zu rechnen, und auch die sogenannten „Eisheiligen“ stehen noch aus. Zwar macht den meisten Medaka eine kurzeitige Kälte Periode meist nichts aus. Aber speziell Fische die drin recht warm gehalten wurden, können auf solche Bedingungen heikel reagieren. Außerdem ist es natürlich auch abhängig wo man lebt, denn nicht überall sind die Wetterbedingungen gleich. Nehmen wir da zum Beispiel die südländischen Länder oder auch eher milde Breitengrade im deutsch sprachigen Raum. Generell muss jeder für sich entscheiden wann er Fische umsetzt. Ein gewisses Risiko ist leider immer vorhanden.

(Anfänger Tip) Kokosfaser Stab als Ablaich Medium

Wie ihr vielleicht teilweise wisst bin ich recht Experementierfreudig was Laichmobs oder ähnliches betrifft. Kokosfaser sind bereits seit letztem Jahr eines meiner favoritisierten Materialien. Zum Einen 100 Prozent aus organischem Material und günstig zu bekommen. Speziell in Restposten Märkten mit Garten Abteilung. In diesem Sommer fand ich sogenannte Kokosfaser Stäbe in meinem favorisierten Geschäft. Länge zwischen 40 – 60 cm, und damit natürlich für größere Bottiche geeignet. Eine Testgruppe bestand aus mehreren Tieren der Zuchtlinie Hi Medaka (gold). Natürlich spielte auch das Wetter mit. Bereits nach 1 Tag konnte ich erste Eier sehen. Nach 3 Tagen waren es so viele das ich selbst überrascht war. Der Stab war von oben bis unten mit eiern bestückt. Die Stäbe habe ich immer noch im Einsatz, haben aber bald ausgedient. Neue liegen für 2019 bereits bereit. Auch bei anderen Linien hat es ganz gut funktioniert, nur das Absammeln der Eier benötigt Geduld und Zeit!