(Anfänger Tips) Zustand von Medaka Eiern

Eine der häufigsten Fragen im Zusammenhang mit der Medaka Aufzucht bzw. Zucht überhaupt gestellt werden, ist woran man zB. ein verpilztes oder nicht befruchtetes Ei erkennt? Für den Medaka Halter sind dies sicher wichtige Fragen, wenn es um die Nachzucht und eventuelle Sicherung des Bestandes geht.
Wann verpilzt und wann unbefruchtet?
Verpilzen tun bereits befruchtete Eier und kann unterschiedliche Ursachen haben. Verpilzung tritt meist 1 bis 2 Tage nach der Eiablage ein. Eine Verpilzung kann unterschiedliche Ursachen haben. Woran es im Endeffekt genau liegt, ist mir teilweise immer noch ein Rätsel. Es gibt zum Beispiel Medaka Stämme wo es sehr oft passiert. Bei anderen unter gleichen Haltungsbedingungen eher selten. Auslöser kann die Wasserchemie sein (hohe Keimbelastung zB.) oder wie dieses Jahr oft extreme Temperaturschwankungen (Tag/Nacht).

Auf der anderen Seite ist der Umgang mit den eiern ein ganz wichtiger Aspekt. Aus diesem Grund vermeide ich möglichst den Hautkontakt zu den Eiern. Wenn man doch mit den Fingern arbeitet, sollte man diese vorher gründlich waschen!

Unbefruchtete Eier sind bereits am Weibchen hängend als weiß zu erkennen.

Wer schon einmal ein Medaka ei zuwischen den Fingern hatte, merkt sofort den Unterschied. Gesunde eier fühlen sich wie kleine Sandkörner an und sind sehr stabil. Unbefruchtete und verpilzte Eier gehen sofort zwischen den Fingern kaputt!

Bild 1 ist verpilztes Ei, also komplett weiß oder Elfenbein Farben. Und um die Eischale bildet sich ein Haarkranz.

 

Bild 2 ist unbefruchtet. Hier ist der Eikern meist weiß bis Elfenbein Farben. Und das komplette Ei dann eher trueb.

Bild 3 ist ok und bereits entwickelt. Befruchtete Eier sind von Anfang an entweder klar oder gelb farben

(Anfänger Tips) Aufzucht von Medaka Jungfischen

Die Aufzucht von frisch geschlüpften Medaka ist ein Thema für sich. Je nachdem wie lange die Jungfische bis zum Schlupf gebraucht haben, um so sensibler wird sicher das Thema um die Aufzucht. Es gibt Fischarten da langt der bei der Geburt vorhandene Eidotter Sack nach dem Schlupf durchaus länger als beim Medaka. Hier ist meist der Eidotter Vorrat bereits nach 1 bis 2 Tagen aufgebraucht. Meist aber schon am Tag des Schlupfes. Ursachen sind dafür sicher auch die Wasser Temperaturen. Da der Embrio bei einer verlängerten Schlupfphase den vorhandenen Eidotter bereits aufgebraucht hat, ist es um so wichtiger das er möglichst gleich nach dem Schlupf erste Nahrung aufnehmen kann. Hier ist es sicher von Vorteil wenn sogenanntes Micro Lebendfutter vorhanden ist. Das hat man zum Beispiel an Fadenalgen, oder Wasserpflanzen aus eingelaufenen Aquarien oder Miniteichen. Auch etwas Mulm bietet da immer wieder Futterquellen. Allerdings nur in begrenzter Menge, denn Mulm erschwert natürlich auch wieder notwendige Wasserwechsel.

Lebendfutter hat immer Vorteile vor Trockenfutter (Staubfutter). Zum Einen hält es sich länger in einer Aufzuchtbox oder Aquarium und ist auch in größerer Menge kein Problem. Medaka Jungfische sollen möglichst „im Futter stehen“. Das wird aber auch schnell missverstanden. Den zum Beispiel führt zu viel Trockenfutter sehr schnell dazu das die Wasserwerte kippen und damit die Brut sehr schnell kolabiert und stirbt.

Es ist immer ratsam, das man wenn möglich mehrmals über den Tag verteilt (3 x täglich) die Jungfische gezielt füttert. Das ist natürlich auch abhängig von der Anzahl der Jungfische und der Grundfläche der Aufzuchtbox (Aquarium). Wenn ich Staubfutter verfüttere nehme ich imer nur so viel wie ich zwischen zwei Fingerkuppen bei den Jungfischen zerreiben kann. Da ich meine Jungfische alle draußen aufziehe, nehme ich natürlich speziell bei frisch geschlüpften Fischen das sogenannte „grüne Wasser“, welches sich draußen zwangsläufig von alleine bildet. Außerdem kommen noch Fadenalgen mit in die Aufzuchtbehälter. Ab und zu wird dann noch mit Staubfutter zugefüttert, aber nicht so viel und oft. Außerdem kommen Rädertierchen, Nauplien und später Wasserflöhe (wenn vorhanden) zum Einsatz. Schnecken befinden sich auch immer bei den Jungfischen. Sie sind ein guter Indikator für die vorhandenen Wasserqualität. Findet man sie vermehrt an der Wasseroberfläche stimm oft etwas nicht.

junge Orochi in grünen Wasser

Grünes Wasser als Jungfisch Nahrung

Über das sogenannte „Grüne“ Wasser bin ich bei meinen Recherchen in japanischen Medaka Videos gestolpert. Fast überall bei Outdoor Haltung schwammen die Larven und heranwachsenden Fische in diesem Wasser. Grünes Wasser entseht bei ausreichender Sonnenstrahlung und Fütterung der Fische. Dabei handelt es sich um sogenannte Mikro Algen, die ein zusätzliches optimales Aufzuchtfutter für Larven und Jungfische bieten. Außerdem haben sie, obwohl bei den meisten Aquarianern verpönt (sehen halt nicht schön aus“, anscheinend eine posstive Auswirkung auf die Wasserwerte.

Da aktuell kaum Sonne vorhanden ist, ziehe ich mit Hilfe von Algenpuler mir ein Konzentrat heran, damit ich dann entsprechend das Wasser in den Behältern draußen, die für die Aufzucht vorgesehen sind, entsprechend anfixen kann. Dafür verwende ich Chorella Algen Pulver.

Medaka weiss/orange Haltungs- und Zuchtbericht

Hallo Medakafreunde,

hier möchte ich nun über meine Erfahrungen mit der Nachzucht dieser Fische berichten.

Im Sommer 2014 bekam ich ca. 20 Eier von einem Spanischen Züchter zugeschickt, die dieser im Internet zum Verkauf angeboten hatte. Wegen der an anderer Stelle beschriebenen Schwierigkeiten mit der Inkubation dieser Eier hatte ich dann am Ende des Jahres genau 8 Jungfische, von denen 3 orange und 5 weiss waren. Bei diesem Zuchtstamm tauchen beide Farbformen auf, denn der Stamm wurde nie selektiert. Ich belasse das vorerst ebenfalls dabei.

Die Aufzucht der Jungfische im Aquarium bereitete keine Schwierigkeiten und im zeitigen Frühjahr 2015 (Februar) siedelten die Fische in eine Maurerbotte (ca. 40L) in den Garten um (siehe Foto oben links). Zum Schutz vor Amseln und ähnlichen Raubtieren habe ich vorsichtshalber den Bottich mit einem Gitter abgedeckt, denn die Fische sind gut sichtbar und halten sich viel an der Oberfläche auf.

Bild_1

Es kam dann nochmal zu einem kurzen Kälteeinbruch, den die Tiere aber problemlos und zeitweise sogar unter einer dünnen Eisschicht überstanden haben. Im Laufe des Frühjahres wuchsen sie dann zu voller Größe (3-4cm) heran, aber da die Wassertemperaturen kaum je über 18 Grad hinausgingen, zeigten sie keinerlei Interesse daran, für Nachwuchs zu sorgen. Ich muss dazu sagen, dass der Bottich im Schatten steht und keine volle Besonnung abbekommt. Fadenalgen wuchsen darin trotzdem reichlich. Auch als es dann richtig heiss wurde und die Fische dann doch sehr munter wurden, konnte ich nie Nachwuchs entdecken.

Im Juli habe ich dann die immer noch 8 Fische in meinen Keller geholt und in ein spartanisch eingerichtetes ungeheiztes 25L Aquarium umgesetzt. Hierin befand sich neben einem Schwammfilter lediglich ein grüner Wollmop, der mit einem Schwimmer ausgestattet von der Oberfläche bis zum Boden reichte.

Bild_2

Nun dauerte es gar nicht lange und bei guter Fütterung mit Artemia und Trockenfutter konnte ich bald die erste Eitraube an einem der Weibchen entdecken. Die Eiabgabe erfolgt in der Regel frühmorgens und die Eier wurden dann im Laufe des Tages irgendwo abgestreift. In diesem Fall praktischerweise im Mop.

Es entwickelte sich dann folgende Routine: sobald ich ein oder mehrere eitragende Weibchen entdeckt habe, entnahm ich nach 2 oder 3 Tagen den Mop, drückte ihn vorsichtig aus und konnte dann die Eier absammeln. Man kann die mit einer Pinzette oder mit den Fingern ablesen, sie halten das aus. Ich tat sie zunächst in eine kleine mit Wasser gefüllte flache Schale um sie dort entwickeln zu lassen, aber später habe ich das dann wie in meinem anderen Beitrag beschrieben „trocken“, bzw. feucht in einem Schwammtuch inkubiert.

Die Fische waren in diesem Zeitraum äusserst produktiv und ich konnte alle 3 Tage so zwischen 20-40 Eier ablesen. Davon habe ich einige selbst behalten, viele weitere verschenkt und verschickt, bis „der Markt gesättigt“ war. Während der Sommerferien kamen die Fische dann wieder in den Gartenbottich, wo sie bis jetzt (Oktober 2015) munter herumschwimmen, inzwischen ergänzt durch 12 ihrer Nachkommen, die inzwischen so an die 2cm lang sind. Ich will die jetzt so lange wie möglich draussen lassen, aber sobald es richtigen Frost gibt, vermutlich Mitte Dezember, hole ich sie zum Überwintern ins Haus.

Christian K.

Medaka Nachwuchs Aufzucht

Nun erste Erfahrungen konnte ich ja bereits bei den jeweiligen Elterntiere machen. Es geht auch durchaus ohne Technik, wie zum Beispiel bei den annuellen Killifischen in Aufzuchtschalen oder Boxen. Und das ganz ohne Technik. Voraussetzung ist natürlich mehr oder weniger unbelastetes Wasser. Also nicht zu viel Füttern und dementsprechend Wasserwechsel. Vorzugsweise Micro Lebendfutter wie zB. (Räder- oder Pantoffel Tierchen, Essigälchen oder Micro Würmer) in den ersten Tagen. Auch Staubfutter wird durchaus genommen. Nach dem Schlupf am Besten eine Blasenschnecke mit rein tun, oder eine andere.

Aufzuchtbox