(Video) Frisch geschlüpfte Medaka Jungfische 20.07.2019

Nun am Samstag brachte ich vom Medaka Treffen in Kaiserslautern Medaka Eier mit. Als ich daheim den Behälter öffnete waren bereits ein paar Jungfische geschlüpft. In dem Fall hatte ich dann Glück das ich das am gleichen Tag feststellen konnte. Auf dem versandweg wäre es wohl zu einem Fiasko gekommen.

Video ist mit Ton!

(Video) Eier im Laichmob (mit Ton)

Hier nochmal ein Laichmob im Video mit Eiern. Mit der wieder beginnenden Hitzewelle (am Wochende wohl bei uns bis 40°C), steht man wieder vor dem Problem was man machen soll. Die Medaka fangen bei gewissen Linien erneut an kräftig Eier zu produzieren. Was ja eigentlich toll ist und man sich immer darauf freut. Nur im Moment verkürzt sich die Entwicklungszeit der Eier und damit der Schlupf der Jungfische auf teilweise max. 7 Tage. Das bedeutet das die Gefahr recht groß ist das Jungfische im Transportbehälter (Versand) schlüpfen. Sollte dies der Fall sein und die Sendung nicht rechtzeitig beim Empfänger ankommen, verhungern die Kleinen, belasten das Wasser und die restlichen Eier sterben ab. Deshalb möglichst bei aktuell herrschenden Temperaturen auf den Eiversand verzichten. Hohe Temperaturen können auch bei frischen unentwickelten Eiern zur schnellen Verpilzung führen!

(Tips) Aktuelle Temperaturen und die Bedeutung für Medaka Eier im Versand!

Hallo zusammen,
die zweite Hitzewelle rollt an, und bereits seit Wochen verkürzen sich die Schlupfphasen bei den Medaka teilweise auf eine Woche. Was bedeutet wenn Eier extrem weit entwickelt sind, läuft man Gefahr das während dem Versand Jungfische schlüpfen.

Da sie meist sofort Nahrung brauchen, verhungern diese in der Sendung und belasten das Wasser, was zum Absterben der restlichen Eier führen kann. Also am Besten erst Eier bestellen wenn es wieder kühler ist, oder den Anbieter fragen wann die Eier abgesammelt wurden, oder in welchem Zeitraum er absammelt.
Ich selber versende aktuell keine Eier aus den genannten Gründen!

Medaka Eier „trocken“ inkubieren

Liebe Medaka Freunde (und solche, die es noch werden wollen),

wenn man keine Medakas kaufen kann, weil es schlichtweg nirgends welche gibt, bleibt einem oft nur die Möglichkeit, im Internet Eier dieser Fische zu erwerben. Auch das ist schon schwierig genug, denn es gibt in Europa nur sehr wenige Anbieter und die Eier sind nur im Frühjahr und Sommer zu bekommen, wenn die Fische hierzulande laichen.

Hält man dann endlich den Brief mit den begehrten Eiern in der Hand, gibt es eine weitere Schwierigkeit zu überwinden, denn sie müssen ja noch erfolgreich zum Schlupf gebracht werden.

Wenn man Glück hat und der Brief schnell geliefert wurde, wird man vermutlich ein kleines Fläschchen mit Wasser bekommen, in dem dann 15-25 kleine Eier zu erkennen sind. Die legt man dann in eine flache Schale mit sauberem Wasser und evtl. etwas Methylen Blau, das ein Verpilzen der Eier verhindern soll. Leider klappt genau das nicht immer und so kommt es doch vor, dass ein Teil der Eier weiss wird und abstirbt. Bei meinen bisherigen Versuchen lag die Erfolgsquote dann auch nur bei 30-50%. Auch beim Inkubieren von Eiern meiner eigenen Fische, sah es nicht wirklich besser aus. Insbesondere dann, wenn mehrere Eier zusammenkleben, sterben einige davon fast sicher ab. Man kann versuchen, sie immer wieder zu trennen, aber da sie naturgemäss recht klebrig sind, klappt das nicht so gut.

Trockeninkubation

Ich bin dann auf die Idee gekommen, die Eier auf feuchtem Schwammtuch zu inkubieren. Dazu lege ich sie einzeln und mit Abstand zueinander auf ein zurechtgeschnittenes Schwammtuch. Dies ist so bemessen, dass ich es einmal gefaltet in einen ZipLoc Beutel tunkann. Ich lege die Eier auf eine Hälfte des feuchten Tuchs, klappe dann die andere Hälfte darüber und stecke das Ganze dann in den ZipLoc Beutel. Das Schwammtuch sollte feucht, aber nicht nass sein.

Frisch eingesammelte Eier brauchen bei 20-25 Grad etwa 10-14 Tage für die Entwicklung. Nach Ablauf dieser Zeit lege ich das Schwammtuch mit den Eiern in eine Schale mit Wasser und kurze Zeit später schlüpfen dann die Jungfische. Zwischendurch kann man ruhig mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist und ggf. früher wässern.

Mit dieser Methode lag meine Erfolgsquote dann schon bei 80-90%, also eine deutliche Verbesserung. Man umgeht so die eigentlich einzige kritische Phase, denn sind die Jungfische erstmal geschlüpft, gibt es eigentlich keine Probleme mehr. Sie sind sehr robust und wachsen schnell.

Auch zum Versenden von Eiern eignen sich Schwammtücher im ZipLoc Beutel hervorragend. Meiner Erfahrung nach ist das viel besser, als sie in Wasser zu verschicken. Denn wenn dabei Jungfische zu früh beim Transport schlüpfen, sterben sie und verderben das Wasser, wodurch dann alle übrigen Eier auch sterben.

Christian K.

Vorsicht empfindliche Eier!

Nun ich habe leider selber zu spüren bekommen das der Sommer nicht unbedingt die Beste Zeit ist um Eier zu kaufen und sicher auch zu versenden. Die Medaka Eier reagieren anscheinend sehr empfindlich auf übermäßige Wärme bei einem mehrtägigen Versand. Erfahrene japanische Züchter sagen selber das die Beste Zeit für den Versand die kühleren Jahreszeiten sind. Schnell sind mal alle Eier verpilzt, wie es mir bei einer blauen Zuchtform passiert ist. Da kann man dem Züchter noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Im Übrigen scheint die Gefahr zu bestehen das abgesammelte Eier schnell verpilzen, wenn man sie abgesammelt hat.