Nun wer sich mit Medakas beschäftigt kennt das Problem mittlerweile auch. Medakas mögen offenbar kein schnell sinkendes Trockenfutter. Meist wird es nicht vom Boden aufgenommen und man muss es wieder absaugen. Außerdem ist das im Handel erhältliche Granulat Futter meist zu groß. Also was tun? Nun ich habe mir mein Futter selber zusammen gemischt. Dementsprechend mit dem Mixer Staubfein gemahlen und es bleibt länger an der Wasseroberfläche zur Nahrungsaufnahme bereits. Besonders wichtig, da sich frischgeschlüpfte Larven am Anfang an der Wasseroberfläche zur Nahrungsaufnahme aufhalten, und erst später auch weiter unten zu finden sind.
Anfänger Tips
(Vorschau) Medaka Importe geplant
Nun ich plane dieses Jahr erstmals einen Import aus Asien durchzuführen. so wie es ausschaut wird ein italienischer Freund als Transshipper für einen hervorragenden Züchter aus Hong Kong (Mizuho Medaka) tätig werden. Wer sich dafür interessiert kann sich gerne bei mir unverbindlich Infos einholen.
(Tips) Bastelstunde als Vorbereitung auf die Laichsaison
Nun ich hoffe das natürlich bald die Farbformen auch nach draußen können, um hoffentlich für dementsprechend Nachwuchs zu sorgen. Dieses Jahr möchte ich besser vorbereitet in die Outdoor Saison gehen, und deshalb habe ich angefangen Laichmobs zu basteln, damit ich diese von Zeit zu Zeit aus dem Zuchtbehälter entnehmen zu können. die Medakas haben leider teilweise die unangenehme Angewohnheit, den eigenen Laich zu fressen und auch die frisch geschlüpften Larven.
Aus diesem Grund besorgte ich mir eine grob strukturierte Filtermatte und dementsprechend eine Schaumstoff Stange mit vorgefertigtem Loch, die man auch als Filterpatronen für Lufthebefilter oft auf Messen bekommt. Dauer des Baus eines Mobs, ca. 4 Minuten. Die Japaner verwenden ähnliche Mobs mit Erfolg. Auch ich habe bereits erste Eier gefunden. 😀
(Tips) Woher bekomme ich Medaka Zuchtformen?
Nachdem ich bereits einige Zuchtformen zumindest im Bild hier im Blog vorgestellt habe, kommt bei dem ein oder anderen Besucher und vielleicht auch Interessierten die Frage auf „Woher bekomme ich denn diese Fische?“.
Stand derzeit ist das es zumindest im deutsch sprachigen Raum gerade einmal eine Handvoll Aquarianer gibt, die erste Medaka Zuchtformen halten, davon haben die meisten wohl auch erst dieses Jahr begonnen. Oryzias Wildform Arten gibt es in der DKG (Deutsche Killifisch Gemeinschaft) schon lange. Dabei handelt es sich aber meist um andere Oryzias Arten, und nicht um den aus Japan bekannten „Medaka alias Oryzias latipes“. Die Situation an Zuchtformen, zumindest einfarbige Farbvarianten wird sich aus meiner Sicht im kommenden Frühjahr und Sommer bessern. Auch gibt es einen in der Aquaristik Szene bekannten Züchter, der einige Zuchtformen dieses Jahr in Form von Eiern aus Japan mitbrachte, und teilweise auch Jungfische erhielt, die aber noch nicht zuchtfähig sind. Auch das wird sich im kommenden Jahr sicher ändern.
Ansonsten gibt es in Italien bereits eine größere Medaka Fan Gemeinde, die dort sehr aktiv ist. Des weiteren kann man sicher auch Fische aus Japan und Hongkong importieren. Diese Möglichkeit ist allerdings nicht gerade günstig und auch nicht immer einfach. Im kommenden Jahr wird es sicher auch mehr Angebote an Eiern auf der Aquarium Börsen Plattform „AquaBid“ geben. Desweiterhin habe ich Freunde in den Niederlanden und Großbritanien, die sich seit diesem Jahr auch mit dem Medaka und anderen Oryzias Arten beschäftigen.
Wer sich vorab informieren möchte wie die Preis Situation aktuell ist, und was Angeboten wird, kann die hier im Blog befindliche Link Rubrik aufrufen, und eventuell Kontakte zu den jeweiligen Züchtern aufnehmen. Ich würde mich freuen, wenn wir kommendes Jahr noch mehr begeisterte Medaka Fans im deutsch sprachigen Raum hätten.
Erfolgreiche Medaka Haltung auf kleinsten Raum
Nun neben der Platzproblematik in Japan gibt es ähnliche Probleme in Hongkong. Medakas sind wirklich einfach zu halten, und das auch ohne großen technischen Aufwand, wie ich gerade selbst erleben darf. Selbst eine Outdoor Haltung ist ohne Gartenbereich und Teich möglich, wie uns japanische und hier Medaka Fans aus Hongkong zeigen. Betty Yau hält und züchtet mehrere Medaka Linien mit diesem Equipment. Dabei auch Linien von denen wir aktuell nur träumen. Vielen Dank an Betty Yau für die Erlaubnis Ihre Bilder hier zeigen zu dürfen!
Thank you Betty! 🙂
Pictures & Copyright by Betty Yau (Hongkong)
(Tips) Laichmedium der anderen Art
Nun bei uns sind meist Woll Mobs als Laichmedium für Zierfische bekannt. Besonders bei den Killifischarten, die als Haftlaicher bekannt sind. Bei meiner Medaka Recherche im Internet bin ich über andere Materialien gestolpert, die sicher einen näheren Blick und Versuch wert sind. Speziell bei den Oryzias latipes scheinen diese perfekt zu funktionieren.
Die hier gezeigten Bilder von Herrn 幸野一 werden mit seiner Genehmigung gepostet!
おかげ幸野一の許可をここでこれらの写真を示すことに!
Pictures & Copyright by Kono one 幸野一 (Japan)
Laichmedium mit Schleifflies als Material
Laichmedium aus Palmfasern
Bei uns leider kaum zu bekommen, außer man arbeitet in einem botanischen Garten oder lebt in Regionen, in denen entsprechende Palmenarten heimisch sind.
Medaka weiss/orange Haltungs- und Zuchtbericht
Hallo Medakafreunde,
hier möchte ich nun über meine Erfahrungen mit der Nachzucht dieser Fische berichten.
Im Sommer 2014 bekam ich ca. 20 Eier von einem Spanischen Züchter zugeschickt, die dieser im Internet zum Verkauf angeboten hatte. Wegen der an anderer Stelle beschriebenen Schwierigkeiten mit der Inkubation dieser Eier hatte ich dann am Ende des Jahres genau 8 Jungfische, von denen 3 orange und 5 weiss waren. Bei diesem Zuchtstamm tauchen beide Farbformen auf, denn der Stamm wurde nie selektiert. Ich belasse das vorerst ebenfalls dabei.
Die Aufzucht der Jungfische im Aquarium bereitete keine Schwierigkeiten und im zeitigen Frühjahr 2015 (Februar) siedelten die Fische in eine Maurerbotte (ca. 40L) in den Garten um (siehe Foto oben links). Zum Schutz vor Amseln und ähnlichen Raubtieren habe ich vorsichtshalber den Bottich mit einem Gitter abgedeckt, denn die Fische sind gut sichtbar und halten sich viel an der Oberfläche auf.
Es kam dann nochmal zu einem kurzen Kälteeinbruch, den die Tiere aber problemlos und zeitweise sogar unter einer dünnen Eisschicht überstanden haben. Im Laufe des Frühjahres wuchsen sie dann zu voller Größe (3-4cm) heran, aber da die Wassertemperaturen kaum je über 18 Grad hinausgingen, zeigten sie keinerlei Interesse daran, für Nachwuchs zu sorgen. Ich muss dazu sagen, dass der Bottich im Schatten steht und keine volle Besonnung abbekommt. Fadenalgen wuchsen darin trotzdem reichlich. Auch als es dann richtig heiss wurde und die Fische dann doch sehr munter wurden, konnte ich nie Nachwuchs entdecken.
Im Juli habe ich dann die immer noch 8 Fische in meinen Keller geholt und in ein spartanisch eingerichtetes ungeheiztes 25L Aquarium umgesetzt. Hierin befand sich neben einem Schwammfilter lediglich ein grüner Wollmop, der mit einem Schwimmer ausgestattet von der Oberfläche bis zum Boden reichte.
Nun dauerte es gar nicht lange und bei guter Fütterung mit Artemia und Trockenfutter konnte ich bald die erste Eitraube an einem der Weibchen entdecken. Die Eiabgabe erfolgt in der Regel frühmorgens und die Eier wurden dann im Laufe des Tages irgendwo abgestreift. In diesem Fall praktischerweise im Mop.
Es entwickelte sich dann folgende Routine: sobald ich ein oder mehrere eitragende Weibchen entdeckt habe, entnahm ich nach 2 oder 3 Tagen den Mop, drückte ihn vorsichtig aus und konnte dann die Eier absammeln. Man kann die mit einer Pinzette oder mit den Fingern ablesen, sie halten das aus. Ich tat sie zunächst in eine kleine mit Wasser gefüllte flache Schale um sie dort entwickeln zu lassen, aber später habe ich das dann wie in meinem anderen Beitrag beschrieben „trocken“, bzw. feucht in einem Schwammtuch inkubiert.
Die Fische waren in diesem Zeitraum äusserst produktiv und ich konnte alle 3 Tage so zwischen 20-40 Eier ablesen. Davon habe ich einige selbst behalten, viele weitere verschenkt und verschickt, bis „der Markt gesättigt“ war. Während der Sommerferien kamen die Fische dann wieder in den Gartenbottich, wo sie bis jetzt (Oktober 2015) munter herumschwimmen, inzwischen ergänzt durch 12 ihrer Nachkommen, die inzwischen so an die 2cm lang sind. Ich will die jetzt so lange wie möglich draussen lassen, aber sobald es richtigen Frost gibt, vermutlich Mitte Dezember, hole ich sie zum Überwintern ins Haus.
Christian K.
Medaka Eier „trocken“ inkubieren
Liebe Medaka Freunde (und solche, die es noch werden wollen),
wenn man keine Medakas kaufen kann, weil es schlichtweg nirgends welche gibt, bleibt einem oft nur die Möglichkeit, im Internet Eier dieser Fische zu erwerben. Auch das ist schon schwierig genug, denn es gibt in Europa nur sehr wenige Anbieter und die Eier sind nur im Frühjahr und Sommer zu bekommen, wenn die Fische hierzulande laichen.
Hält man dann endlich den Brief mit den begehrten Eiern in der Hand, gibt es eine weitere Schwierigkeit zu überwinden, denn sie müssen ja noch erfolgreich zum Schlupf gebracht werden.
Wenn man Glück hat und der Brief schnell geliefert wurde, wird man vermutlich ein kleines Fläschchen mit Wasser bekommen, in dem dann 15-25 kleine Eier zu erkennen sind. Die legt man dann in eine flache Schale mit sauberem Wasser und evtl. etwas Methylen Blau, das ein Verpilzen der Eier verhindern soll. Leider klappt genau das nicht immer und so kommt es doch vor, dass ein Teil der Eier weiss wird und abstirbt. Bei meinen bisherigen Versuchen lag die Erfolgsquote dann auch nur bei 30-50%. Auch beim Inkubieren von Eiern meiner eigenen Fische, sah es nicht wirklich besser aus. Insbesondere dann, wenn mehrere Eier zusammenkleben, sterben einige davon fast sicher ab. Man kann versuchen, sie immer wieder zu trennen, aber da sie naturgemäss recht klebrig sind, klappt das nicht so gut.
Ich bin dann auf die Idee gekommen, die Eier auf feuchtem Schwammtuch zu inkubieren. Dazu lege ich sie einzeln und mit Abstand zueinander auf ein zurechtgeschnittenes Schwammtuch. Dies ist so bemessen, dass ich es einmal gefaltet in einen ZipLoc Beutel tunkann. Ich lege die Eier auf eine Hälfte des feuchten Tuchs, klappe dann die andere Hälfte darüber und stecke das Ganze dann in den ZipLoc Beutel. Das Schwammtuch sollte feucht, aber nicht nass sein.
Frisch eingesammelte Eier brauchen bei 20-25 Grad etwa 10-14 Tage für die Entwicklung. Nach Ablauf dieser Zeit lege ich das Schwammtuch mit den Eiern in eine Schale mit Wasser und kurze Zeit später schlüpfen dann die Jungfische. Zwischendurch kann man ruhig mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist und ggf. früher wässern.
Mit dieser Methode lag meine Erfolgsquote dann schon bei 80-90%, also eine deutliche Verbesserung. Man umgeht so die eigentlich einzige kritische Phase, denn sind die Jungfische erstmal geschlüpft, gibt es eigentlich keine Probleme mehr. Sie sind sehr robust und wachsen schnell.
Auch zum Versenden von Eiern eignen sich Schwammtücher im ZipLoc Beutel hervorragend. Meiner Erfahrung nach ist das viel besser, als sie in Wasser zu verschicken. Denn wenn dabei Jungfische zu früh beim Transport schlüpfen, sterben sie und verderben das Wasser, wodurch dann alle übrigen Eier auch sterben.
Christian K.
(Zucht Tips) Lohnenswerter Medaka Tip v. Fumitoshi Mori
Sicher speziell für uns in Europa als mehr oder weniger Medaka Einsteiger mehr als interessant, und sicher lohnenswert zu beachten. Dies insbesondere wenn man vor hat qualitativ sehr gute Farbstämme zu bekommen. Aktuell muss man sich eingestehen, das jeder Einsteiger froh sein wird, überhaupt Tiere zu haben, und Erfahrungen sammeln zu können.
Lohnenswerter Tip von Fumitoshi Mori(Japan)
Alle Medakas auf den folgenden Fotos, haben transparente–Gene. Dieses Gene sind durchaus gefährlich, wenn man qualitativ hochwertige Farblinien züchten möchte. Wenn wir also ernsthaft züchten wollen, müssen wir prüfen, ob dieh uns zur Verfügung stehenden Zuchttiere transparente–Gene haben oder nicht. Dies beachten in Japan leider nur wenige Züchter, andere erhalten Zufalls Ergebnisse. Um farbintensive flächendeckende Farben zu erhalten, sollte man Tiere mit transparenten Genen unbedingt ausselektieren.
Besonders wichtig ist die Tatsache, hat man einmal transparente Gene in seiner Linie bekommt man diese nie wieder heraus. Dies betrifft insbesondere alle einfarbigen Zuchtlinien!
Die hier gezeigten Bilder dürfen nur mit vorheriger Zustimmung durch Herrn Fumitoshi Mori für private und insbesondere kommerzielle Nutzung weiterverwendet werden.
私はここにあなたの写真を表示することができますことを文俊さんありがとうございました!
following Pictures and Copyright by Fumitoshi Mori (Japan)
Medaka Nachwuchs Aufzucht
Nun erste Erfahrungen konnte ich ja bereits bei den jeweiligen Elterntiere machen. Es geht auch durchaus ohne Technik, wie zum Beispiel bei den annuellen Killifischen in Aufzuchtschalen oder Boxen. Und das ganz ohne Technik. Voraussetzung ist natürlich mehr oder weniger unbelastetes Wasser. Also nicht zu viel Füttern und dementsprechend Wasserwechsel. Vorzugsweise Micro Lebendfutter wie zB. (Räder- oder Pantoffel Tierchen, Essigälchen oder Micro Würmer) in den ersten Tagen. Auch Staubfutter wird durchaus genommen. Nach dem Schlupf am Besten eine Blasenschnecke mit rein tun, oder eine andere.




























